Dr. Ulrike Fessel-Denk

Fragen für das Arztgespräch

Arztgespräch

Es ist wichtig, einige Regeln für das Arztgespräch zu kennen und nach diesen zu handeln. Das hilft, ernst genommen zu werden. Hier die Übersicht:

  • Bereiten Sie sich gut vor. Schreiben Sie Ihre Fragen zu Hause auf und nehmen Sie diese zum Gespräch mit
  • Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen
  • Drücken Sie sich positiv aus
  • Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl
  • Sagen Sie es, wenn Sie unsicher werden
  • Treffen Sie keine Entscheidung, von der Sie noch nicht überzeugt sind
  • Sagen Sie es, wenn Ihnen etwas nicht gefällt
  • Nehmen Sie sich als Kunde wahr, Sie bezahlen den Arzt

Es macht das Arztgespräch für Sie erfolgreich, wenn Sie die nachfolgenden Tipps anwenden:

Bereiten Sie sich gut vor. Schreiben Sie Ihre Fragen zu Hause auf und nehmen Sie diese zum Gespräch mit

Wie oft habe ich gehört: "das habe ich ganz vergessen zu fragen." Ein Arztbesuch kann es mit sich bringen, dass man Wichtiges vergisst. Weil man krank ist, man Sorgen hat, nicht fit und auch aufgeregt ist. So geht es vielen von uns.

Bereiten Sie Ihren Arztbesuch gründlich vor. Schreiben Sie all Ihre Fragen auf und nehmen Sie diese als Checkliste zum Arzt mit. Entweder in Papierform oder Sie laden Sie auf Ihr Handy. Hier finden Sie eine kleine Checkliste, die Ihnen bei der Vorbereitung helfen kann. So bekommen Sie Antworten auf alle Ihrer Fragen.

Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen

Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, fragen Sie nach. Die Fachsprache der Ärzte hat ihren Sinn weil sie sehr genau ist. Sie ist aber nicht einfach zu verstehen. Der Arzt, die Pflegekraft sind in der Lage, Ihnen alles so zu erklären, dass Sie es verstehen können. Dazu müssen der Arzt oder die Pflegekraft wissen, was Sie nicht verstanden haben. Deshalb: fragen Sie nach. Solange, bis Sie alles genau verstanden haben. Je genauer Sie fragen, desto genauer weiß der Arzt, was er verständlicher erklären muss.

Drücken Sie sich positiv aus

Man bekommt oft das, was man sagt. Zeigen und sagen Sie Ihrem Arzt, dass er wichtig für Sie ist. Wenn Sie sagen:" Wie schön, dass Sie sich Zeit für mich nehmen, das tut mir gut und hilft mir, so wird er sich mehr Zeit für Sie nehmen als wenn Sie ihm sagen, wie lange Sie warten mussten. Eine weitere Formulierung:" Es hat mir geholfen, dass Sie letztes Mal ..."

Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl

Ihr Arzt ist Ihr Partner und begleitet Sie beim Umgang mit Ihrer Krankheit. Daher ist eine gute, verlässliche Partnerschaft wichtig. Wenn Sie sich bei Ihrem Arzt verstanden und gut aufgehoben fühlen, kann er Ihnen auch besser helfen. Die zwischenmenschliche Ebene ist wichtig und hat nichts mit der Qualifikation des Arztes zu tun. Wir sind eben verschieden. Wenn Sie sich bei Ihrem Arzt nicht wohl fühlen, sprechen Sie es offen an.Entweder es ändert sich oder aber Sie suchen ggf. nach einem anderen Arzt.

Sagen Sie es, wenn Sie unsicher werden

Wenn Sie unsicher sind, sagen Sie es. Erklären Sie wenn möglich, was Sie verunsichert hat. Ihre Unsicherheit ist ein Hinweis darauf, dass noch nicht alles geklärt ist, damit Sie eine Entscheidung treffen können, wie es weiter geht. Viele trauen sich nicht, ihre Unsicherheit zu zeigen weil sie den Arzt nicht verärgern wollen. Doch darum geht es gar nicht. Der Arzt kann Ihnen am besten helfen wenn Klarheit herrscht. Deshalb ist es klug, Unsicherheiten anzusprechen.

Treffen Sie keine Entscheidung, von der Sie noch nicht überzeugt sind

Nicht immer passt die vorgeschlagene Therapie zu Ihrem Beschwerdebild. Wenn Sie das empfinden, sagen Sie es. Wenn das nicht weiterhilft, holen Sie eine Zweitmeinung ein.

Sagen Sie es, wenn Ihnen etwas nicht gefällt

Sie dürfen kritisieren, wenn etwas nicht passt. Es kommt immer auf die Form an, wie Kritik geäußert wird aber es muss nicht alles geduldet werden. Wenn Sie trotz Termin vier Stunden warten mussten, so steht Ihnen zumindest eine Erklärung zu. Wenn die Untersuchung mehr als flüchtig war, können Sie das ansprechen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Arzt Ihnen nicht zugehört hat, sagen Sie es.

Alle diese Punkte können Sie in höflicher Form beim Arzt ansprechen. Reagiert dieser darauf unwirsch, so hat er ein Problem mit seinen Manieren, aber nicht Sie mit der Situation.

Nehmen Sie sich als Kunde wahr, Sie bezahlen den Arzt

Als Kassenpatient bekommen Sie keine Rechnung zu sehen. Dennoch zahlen Sie den Arzt oder den Krankenhausaufenthalt auf dem Umweg über die Krankenkasse.

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